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ArchivBlockflötentag Mecklenburg - VorpommernAm 26.9.2009 fand in der Ufergemeinde Rostock Groß Klein ein Blockflötentag
statt. Zunächst gedacht als Treffen der Blockflötengruppen im Kirchenkreis
Rostock hatten die Kirchenmusiker Jutta Krämer und Uwe Pilgrim sowie die
Diakonin Renate Maercker die Einladung mit Hilfe der Kirchenzeitung für
beide Landeskirchen erweitert. Mecklenburg und Pommern gehen zusammenDas neue Kirchenmusikgesetz beider Landeskirchen tritt am 1.1.2009 in Kraft. Schwerin (kiz/tb). Das neue gemeinsame Kirchenmusikwerk der Landeskirchen in MV hat seine Arbeit aufgenommen. Am 10. Oktober konstituierte sich als Leitungsgremium eine Kommission der Kirchenmusik. Zum Vorsitzenden wurde Kantor Thomas Beck aus Demmin gewählt, sein Stellvertreter ist KMD Eberhard Kienast aus Wismar. Das Kirchenmusikwerk fördert die Kirchenmusik und berät die landeskirchlichen Organe auch in rechtlichen Angelegenheiten und bei Stellenplanfragen. Es wirkt bei der Berufung des Landeskirchenmusikdirektors, des Landesposaunenwartes und der Orgelsachverständigen mit. Ebenso hat es Mitwirkungsrechte bei der Bestätigung von Kirchenkreismusikwarten und Kreiskantoren. Aus der KirchenleitungDer bisherige pommersche Landeskirchenmusikdirektor Frank Dittmer wird ab Januar erster gemeinsamer Landeskirchenmusikdirektor für die pommersche und die mecklenburgische Landeskirche. Die mecklenburgische Kirchenleitung habe der Berufung des 43-jährigen Greifswalder Dommusikers am Wochenende zugestimmt, teilte der Pressesprecher der Kirchenleitung, OKR Andreas Flade mit. Der Berufungszeitraum betrage acht Jahre. Die Stelle habe einen Umfang von 50 Prozent. Nachdem Kantorin Christiane Werbs in Warnemünde mitgeteilt hat, dass sie ihr Amt als Landeskirchenmusikdirektorin der mecklenburgischen Landeskirche zum Ende des Jahres 2008 niederlegen möchte, hat die Kirchenleitung beschlossen, ihr für ihre Verdienste um die Pflege der Kirchenmusik als Landeskirchenmusikdirektorin von 1993-2008 und als Kantorin der Kirchgemeinde Warnemünde seit 1972 den Titel "Kirchenmusikdirektorin" zu verleihen. "Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen"In Rostock wurde die Matthäuspassion von Bach mit Thomas Quasthoff aufgeführt
Bild: Aufführung in der Rostocker Heiligen-Geist-Kirche | Foto: Georg Scharnweber | aus Mecklenburgische & Pommersche Kirchenzeitung Nr.9/2006 "Die letzte ist immer die liebste"Seit 40 Jahren gibt es den Mecklenburger Orgelbau in Plau am See
Und welche würden sich die beiden gern mal ansehen? Kein langes Überlegen bei beiden: "Die neu gebaute Orgel in der Dresdner Frauenkirche." Da wird aber auch sofort Kritik laut: "Wir verstehen nicht, dass der Auftrag in den Elsass gegangen ist, wo es doch in der Nähe zwei sehr gute Orgelbaufirmen gibt: seit 130 Jahren Eule in Bautzen und Jehmlich in Dresden seit fast 200 Jahren". Drei Neubauten Beim Mecklenburger Orgelbau in Plau am See ist die Auftragslage gut, freut sich Andreas Arnold, der 1999 die Firma von seinem Schwiegervater übernahm. Zwei Neubauten konnte er in den letzten Jahren ausführen: für die Kirche in Dewitz im Kirchenkreis Stargard (2005 fertig gestellt) und für die katholische Abteikirche St. Marien in Helfta/Eisleben (2000 fertig gestellt). Ein dritter Auftrag für den bisher größten Neubau, seit Arnold die Firma leitet, liegt auf dem Tisch: für St. Agnes in Magdeburg. Die Orgelbaufirma in Plau hat seit über 20 Jahren Beziehungen zum Bistum Magdeburg. Die Hauptarbeit aber sind Reparaturen und Restaurierungen. "Besonders die große finanzielle Unterstützung der Hamburger ZEIT-Stiftung für Orgelrestaurierungen in unserem Bundesland brachte viel zu tun." Größte Herausforderung war bisher die zweimanualige Friese 1- Orgel in Lübtheen. Die meisten Aufträge kommen aus Mecklenburg, Pommern, Brandenburg, ab und zu auch aus der Kirchenprovinz Sachsen. "In die alten Bundesländer reinzukommen, ist für unsere kleine Firma unheimlich schwer", sagt Arnold. In wenigen Fällen gibt es auch eine Zusammenarbeit mit anderen Firmen wie zum Beispiel 1999 bei der Restaurierung der 1717 von Röder gebauten Orgel in Wesenberg und 2001 bei der 1871 gebauten Friese III-Orgel in St. Georgen in Parchim mit der Firma Wegscheider aus Dresden. Die Stadtkirchenorgel von Grüneberg (1893) in Neustrelitz, die im letzten Advent wieder eingeweiht wurde, restaurierte Arnolds Firma gemeinsam mit Orgelbau Scheffler aus Sieverstorf. Meisterstück in Born Andreas Arnold lernte von 1981-84 bei Nussbücker in Plau. Seinen Meister machte er in der Wendezeit, sein Meisterstück steht in der Kirche in Born. Seine theoretische Ausbildung fand im ersten Lehrjahr mit Tischlern in Sternberg statt, im zweiten in Joachimsthal bei Eberswalde. Das war die einzige Orgelbauschule in der DDR. Hier gab es 25 Orgelbaubetriebe, davon vier volkseigene, die nach der Wende alle wieder reprivatisiert wurden (Jehmlich in Dresden, Eule in Bautzen, Sauer in Franfurt/Oder und Schuke in Potsdam). Zu DDR-Zeiten waren bis zu zehn Leute in der Firma beschäftigt, jetzt sind es acht: Drei Orgelbauer, ein Metallpfeifenbauer, ein Tischler, zwei Azubis und eine Geringverdienende im Büro. Wolfgang Nussbücker, gebürtiger Thüringer, hatte zum 1. Januar 1966 einen Gewerbeschein für die Gründung einer Orgelbaufirma bekommen. 1964 hatte er seine Meisterprüfung in Stadt Ilm abgelegt. Er wollte nach Mecklenburg - aber schwerer noch als einen Standort für die Firma zu finden war eine Wohnung. Mit Hilfe des Schweriner Oberkirchenrates fand er eine in einem inzwischen verkauften Pfarrhaus in Plau. Sein erster Auftrag führte ihn nach Dambeck zu einer Reparatur und Umbau und nach Kritzkow. Da es damals noch ein Ein-Mann-Betrieb war, kam seine Mutter aus Thüringen und half beim Stimmen. 1969 hatte Nussbücker einen schweren Unfall und es war nicht klar, ob er als privater Orgelbauer weiter machen könne. Aber trotz des Wirbelsäulenschadens, mit der er zu 70 % schwer beschädigt ist, ging es weiter - 40 Jahre lang. 2-3 Lehrlinge waren immer in der Firma, 3-4 Orgelbauer, "die ich alle selbst ausgebildet hatte", erzählt Nussbücker. Firmenführungen Neuer und alter Firmenchef sind auch gern bereit, interessierten Gemeinden ihre Firma zu zeigen, zu erklären, wie eine Orgel entsteht. Es kommen auch Touristen, die in den umliegenden Hotels Urlaub machen. Dies sieht Kirchenältester Andreas Arnold als einen wichtigen Auftrag, "über die Musik, über die Orgel Menschen für die Kirche zu öffnen". Bis zu 30 Leute können sie durch die Firma führen, sind es mehr, dann gibt es zwei Gruppen - eine führt Arnold, die zweite Nussbücker, der die Führungen auch gern übernimmt, wenn der Schwiegersohn irgendwo unterwegs ist und vor Ort an einer Orgel arbeitet. An die 1 000 Leute kommen im Jahr. Der Frühling steht vor der Tür - da ist Arnolds Hauptaufgabe die Orgelpflege, rund 120 Orgelpflegeverträge hat er. Dies ist immer eine besondere Zeit für die Lehrlinge, da können sie verschiedene Orgeln aus verschiedenen Zeiten kennen lernen, die Besonderheiten der einzelnen Orgelbauer an den Instrumenten studieren. Und dann stehen in der kommenden Zeit unter anderem Reparaturen und Restaurierungen an den Orgeln in Kavelstorf, Schlieffenberg, Hohenkirchen, Schloen und Crivitz in Mecklenburg an und in Pommern in Ducherow sowie der Wiedereinbau der Friese-III-Orgel aus der im April 2004 eingestürzten Orgel in Barkow, die zurzeit in Arnolds Firma ausgelagert ist. Dieses Instrument ist wie ein Wunder für Arnold: "Die Kirche war eingestürzt, aber die Orgel spielte noch". Marion Wulf-Nixdorf | Auf dem Foto: Alter und neuer Chef: Andreas Arnold und Wolfgang Nussbücker | Foto: Wulf-Nixdorf | aus Mecklenburgische & Pommersche Kirchenzeitung Nr.7/2006 Eine Woche im 4/4 Takt!Drei junge Mecklenburger lernten in Goslar dirigieren
Auf dem Foto: Die Bläser aus Mecklenburg in Goslar | Foto: Posaunenwerk | aus Mecklenburgische & Pommersche Kirchenzeitung Nr.7/2006 |